Otfried-Preußler-Schule

Moschee und Synagoge

Viertklässler besuchen verschiedene Gotteshäuser

In der Moschee

Im Februar besuchten die Tiger und die Frösche die große Moschee in Köln-Ehrenfeld. Im Vorfeld hatten sich die beiden Klassen intensiv mit den fünf Weltreligionen beschäftigt. Auch von ihren muslimischen Mitschülerinnen und Mitschülern hatten sie viele interessante Details erfahren.

In der Moschee wurden sie von zwei Damen empfangen, die sie zunächst vorbei an dem 55m hohen Minarett zum großen Waschraum führten und erklärten, wie genau dort die Reinigung vor dem Eintritt in die Moschee stattfindet.

Bevor der Innenraum der Moschee erkundet werden durfte, zogen sich alle ihre Schuhe vor dem Eingang der Moschee aus und stellen sie in Schließfächer. Im Innenraum der Moschee gab es viel zu sehen. Besonders beeindruckend war der dicke, verzierte Teppich, der den ganzen Innenraum ausfüllte und die Kinder einlud, sich auf den Boden zu legen und den großen Stern an der Kuppel der Moschee anzuschauen. Viele Gegenstände, die die Kinder bisher von Bildern kannten, entdeckten sie in der Moschee wieder. Ihr Wissen konnten sie auch in einem kleinen Quiz unter Beweis stellen.

Zum Schluss durften alle noch einmal die Kopfbedeckung der muslimischen Männer auf den Kopf setzen. Das hat vielen Spaß gemacht.

 

In der Synagoge

Die Tiger hatten auch noch die Gelegenheit, vor der Schulschließung die Synagoge an der Roonstraße zu besuchen. Unterwegs entdeckten sie immer wieder die „Stolpersteine“ zur Erinnerung an die Juden, die im 2. Weltkrieg ermordet wurden.

An der Synagoge angekommen, führte eine freundliche Dame alle zunächst vor die große Eingangstür zum Innenraum der Synagoge. Auf der Tür entdeckten die Tiger zu ihrem Erstaunen auch ein Einhorn. Sie hörten, dass das Einhorn ein wichtiges Symbol im jüdischen Glauben für Josef, einen der zwölf Söhne Jakobs, darstellt.

Im Innenraum der Synagoge entdeckten die Tiger viele Dinge wieder, von denen sie schon gehört hatten: den Toraschrein, in dem die Torarollen aufbewahrt werden, die Tora, das ewige Licht, die Bima, auf welche die Tora gelegt wird und die Menora – der siebenarmige Leuchter. Besonders beeindruckt waren sie von der Menge der Gäste, die zu einer Bar Mizwa bzw. Bat Mizwa Feier der jüdischen Jungen und Mädchen kommen. So kommen schnell über 300 Gäste aus dem In- und Ausland zusammen. Einer der besonderen Momente bei ihrer eigenen Feier, erzählte uns die Dame, war der Moment durch einen Bonbonregen der Gäste zu laufen.

Anschließend schauten sich die Viertklässler noch in dem kleinen Museum der Synagoge verschiedene Gegenstände aus dem jüdischen Glauben an. Es gab noch viele Fragen, die sie stellten.

Ein sehr beeindruckender Besuch!

 

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